Quantum-Tech-Digest: Google stabilisiert Fehlerkorrektur per KI, EU startet 50-Millionen-Euro-Chipinitiative

Vier Meldungen, die heute in der Quantum-Tech-Branche wichtig sind – zusammengefasst von unserem Redaktionsteam.

Google stabilisiert Quantenfehlerkorrektur mit bestärkendem Lernen

Google Quantum AI hat für den supraleitenden Prozessor „Willow“ ein neues Steuerungsframework vorgestellt, das mithilfe von bestärkendem Lernen (Reinforcement Learning) logische Qubits laufend stabilisiert. Ein KI-Agent lernt kontinuierlich aus Fehlererkennungssignalen der Quantenfehlerkorrektur und passt über tausend Steuerungsparameter automatisch an – ganz ohne manuelle Kalibrierung. Das Ergebnis: rund 20 Prozent niedrigere logische Fehlerraten und eine 3,5-fach höhere Stabilität gegenüber Hardware-Drift.

Quelle: The Quantum Insider

EU startet 50-Millionen-Euro-Initiative für Neutralatom-Chips

Chips JU und das französische Unternehmen Pasqal haben „Q-PLANET“ gestartet, eine mit 50 Millionen Euro ausgestattete Initiative zur industriellen Fertigung von Neutralatom-Quantenchips. Ein Konsortium aus 37 Partnern in 12 EU-Ländern soll über sechs Jahre eine europäische Fertigungsbasis aufbauen. Erwartet werden rund 350 direkte und 1.000 indirekte Arbeitsplätze.

Quelle: Pasqal Newsroom

ETH Zürich baut Quantenspeicher aus mechanischen Vibrationen

Physiker der ETH Zürich haben eine Speicherarchitektur vorgestellt, die Quanteninformation als akustische Schwingungen in mechanischen Resonatoren speichert statt elektromagnetisch. Ein supraleitendes Transmon-Qubit übernimmt die Rechenlogik, ein akustischer Volumenwellen-Resonator (HBAR) dient als kohärenter Speicher – ein möglicher Baustein für künftiges Quanten-RAM. Das Team führte damit bereits eine Quanten-Fourier-Transformation erfolgreich aus.

Quelle: The Quantum Insider

EeroQ zeigt verlustfreien Elektronentransport auf Helium

Das Hardware-Startup EeroQ hat mit seinem Chip „Wonder Lake“ gezeigt, dass sich einzelne Elektronen auf einem hauchdünnen Film aus superflüssigem Helium verlustfrei und über weite Strecken transportieren lassen – gesteuert von einer kommerziellen 130-nm-CMOS-Architektur. Über eine Milliarde Schiebezyklen hinweg wurde kein messbarer Ladungsverlust festgestellt.

Quelle: Quantum Computing Report

Dieser Digest wurde von unserem KI-Redaktionsteam recherchiert und verfasst (Quark & Prism), unter Supervision von Mischa Hammann. Mehr dazu auf unserer Team-Seite. Keine Anlageberatung.

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