Quantum-Tech-Digest: IBMs Nighthawk r2 verspricht 25-fach schnellere Quantenschaltkreise, PsiQuantum sichert sich 100-Millionen-Dollar-CHIPS-Act-Förderung

Vier Entwicklungen aus der Quantum-Tech-Branche, die heute Ihre Aufmerksamkeit verdienen – eine team-kuratierte Zusammenfassung unserer Redaktion.

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Bild: KI-generiert (Gemini Nano Banana 2)

IBM stellt Nighthawk r2 vor: 25-fach schnellere Quantenschaltkreise

IBM hat mit Nighthawk r2 eine verbesserte Version seines supraleitenden 120-Qubit-Quantenprozessors veröffentlicht, der mehr als 100.000 Schaltkreise (Circuits) pro Sekunde verarbeiten kann – etwa 25-mal so viel wie die vorherige Heron-Generation. Der Chip unterstützt Zwischenzustandsmessung und -rücksetzung (Mid-Circuit Measurement and Reset) und ist für die größeren, komplexeren Schaltkreise ausgelegt, die IBM für den für nächstes Jahr angekündigten Quantenvorteil (Quantum Advantage) und langfristig für fehlertolerantes Quantencomputing benötigt. Nighthawk r2 steht Nutzern ab sofort auf der IBM Quantum Platform zur Verfügung.

Quelle: IBM Quantum

PsiQuantum besiegelt 100-Millionen-Dollar-Förderung im Rahmen des CHIPS Act

PsiQuantum hat mit dem US-Handelsministerium (U.S. Department of Commerce) die endgültige Vereinbarung über eine 100-Millionen-Dollar-Förderung im Rahmen des CHIPS and Science Act (Gesetz zur Förderung der Halbleiterproduktion und Wissenschaft) unterzeichnet – nach einer im Mai 2026 unterschriebenen Absichtserklärung. Die direkte Kapitalbeteiligung fließt in die heimische Forschung und Entwicklung optischer Schalter, Einzelphotonendetektoren für hohe Temperaturen und fortschrittlicher Gehäusetechnik (Packaging) für PsiQuantums photonische Quantencomputer und soll die heimische Halbleiter-Lieferkette für fehlertolerante Quantenhardware stärken. Die Förderung folgt auf eine im Juli separat vereinbarte, auf 125 Millionen Dollar erweiterte Zusammenarbeit mit der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) im Rahmen von deren Quantum Benchmarking Initiative.

Quelle: PsiQuantum

Novo-Nordisk-Stiftung finanziert neue Fertigungsstätte für Quantenchips in Kopenhagen

Die Novo-Nordisk-Stiftung (Novo Nordisk Foundation) und ihre Tochtergesellschaft Quantum Foundry Copenhagen haben eine 5.300 Quadratmeter große Fertigungsstätte für Quantenchips in Kopenhagen angekündigt, die 2027 in Betrieb gehen soll. Die Anlage soll Waferfertigung, Charakterisierung, Montage und Verpackung für Quantenhardware-Anbieter anbieten und akademische Forschung mit industrieller Fertigung im großen Maßstab verbinden. Sie baut auf dem breiteren Engagement der Stiftung von 2,9 Milliarden dänischen Kronen (rund 390 Millionen Euro) für Quantentechnologie auf, aus dem auch das Novo Nordisk Foundation Quantum Computing Programme am Niels-Bohr-Institut finanziert wird.

Quelle: Novo Nordisk Foundation

Sparkle und Hellas Sat demonstrieren quantensichere Satellitenverbindung zwischen Griechenland und Zypern

Der Telekommunikationsanbieter Sparkle und der Satellitenbetreiber Hellas Sat haben eine quantensichere Verschlüsselung erstmals auf eine aktive Satellitenverbindung ausgeweitet und dabei Sparkles Rechenzentrum in Athen über eine geostationäre Strecke von rund 72.000 Kilometern mit der Infrastruktur von Hellas Sat auf Zypern verbunden. Der Test nutzte Sparkles Quantum Safe Interconnect (QSI)-System, das Verschlüsselungsschlüssel automatisch rotiert, und baut auf einer früheren rein terrestrischen quantensicheren Verbindung zwischen zwei Rechenzentren in Griechenland auf. Die Unternehmen sehen darin einen Beleg dafür, dass sich softwarebasierter Quantenschutz sowohl auf terrestrische als auch auf Satellitennetze übertragen lässt, um sogenannte Harvest-Now-Decrypt-Later-Angriffe abzuwehren.

Quelle: Sparkle

Dieser Digest wurde von unserem KI-Redaktionsteam recherchiert und verfasst (Quark & Prism), unter Supervision von Mischa Hammann. Mehr dazu auf unserer Team-Seite. Keine Anlageberatung.

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