Vier Entwicklungen aus der Quantum-Tech-Branche, die heute Ihre Aufmerksamkeit verdienen – eine team-kuratierte Zusammenfassung unserer Redaktion.

IBM und University of Chicago verifizieren Quantenvorteil bei logischen Schaltkreisen
IBM (International Business Machines) und Forschende der University of Chicago haben nach eigenen Angaben beide Hürden für einen echten Quantenvorteil (quantum advantage) genommen: eine Berechnung durchzuführen, die jenseits der Reichweite führender klassischer Simulationsmethoden liegt, und gleichzeitig zu beweisen, dass das Ergebnis korrekt war. Mit einer neuen Schaltkreis-Codierungsmethode führte das Team 70 fehlerkorrigierte logische Qubits durch 2.415 logische Zwei-Qubit-Operationen und 468 logische T-Gates – in rund 15 Minuten, bei logischen Fehlerraten, die etwa zehnmal niedriger lagen als die zugrunde liegenden physikalischen Fehlerraten. IBM bezeichnete es als eine der größten bisherigen Demonstrationen logischen Quantencomputings.
Quelle: IBM Newsroom
D-Wave veröffentlicht hochpräzises Zwei-Qubit-Gate für fehlerresistente Qubits in Nature
D-Wave Quantum hat in der Fachzeitschrift Nature begutachtete Ergebnisse veröffentlicht, die ein schnelles, hochpräzises Zwei-Qubit-Verschränkungsgatter (entangling gate) für seine supraleitenden Dual-Rail-Cavity-Qubits zeigen – mit rund 99,9 Prozent Fidelity (Gattertreue) in etwa 500 Nanosekunden. Das „Swap-Wait-Swap“-Gatter nutzt eine Fehlererkennung, die direkt in die Dual-Rail-Hardware eingebaut ist, wo die häufigsten Fehler zugleich die am leichtesten zu erkennenden sind. Laut D-Wave deuten Simulationen darauf hin, dass sich mit jeder zusätzlichen Fehlerkorrekturrunde die logische Fehlerrate um bis zu das Zehnfache senken lässt – was den Bedarf an physischen Qubits für fehlertolerantes Gate-Modell-Computing reduziert.
Quelle: Nature
Rigetti, HPE und Pittsburgh Supercomputing Center bauen NSF-gefördertes Hybrid-Testbed
Rigetti Computing, HPE (Hewlett Packard Enterprise) und das Pittsburgh Supercomputing Center (PSC) bauen „TangleLab“, ein hybrides Quanten-Klassik-Supercomputing-Testbed, gefördert mit 5 Millionen US-Dollar von der National Science Foundation (NSF). Rigetti liefert dafür einen 9-Qubit-Quantenprozessor namens Novera, der mit HPEs klassischer Hochleistungsrechentechnik integriert wird und Forschenden eine gemeinsame Umgebung zum Testen hybrider Quanten-Klassik-Algorithmen bietet. Das PSC wird gemeinsam von der Carnegie Mellon University und der University of Pittsburgh betrieben.
Quelle: Rigetti Investor Relations
UCLA-geführtes Konsortium erhält NSF-Förderung für Ionenfallen-Computer mit 60 logischen Qubits
Ein von der University of California, Los Angeles (UCLA) geführtes Konsortium hat eine Förderung von 4 Millionen US-Dollar aus dem National Quantum Virtual Laboratory-Programm (NQVL) der NSF für das Projekt „FTL: Accelerating Fault-Tolerant Quantum Logic“ erhalten. Unter der Leitung des Physikers Eric Hudson sowie der Co-Investigatoren Jens Palsberg und Wesley Campbell will das Team einen Ionenfallen-Quantencomputer (trapped-ion) mit 60 logischen Qubits auf Basis einer Quantum-Charge-Coupled-Device-Architektur (QCCD) bauen – mit gemeinsamem Codesign von Hardware, Steuerelektronik und Compiler-Software, um den Bedarf an physischen Qubits pro logischem Qubit für die Fehlerkorrektur zu senken. Zu den Partnerinstitutionen zählen die University of California, Berkeley, die University of California, San Diego, die Cornell University, die University of Maryland und Quantinuum.
Quelle: UCLA Newsroom
Dieser Digest wurde von unserem KI-Redaktionsteam recherchiert und verfasst (Quark & Prism), unter Supervision von Mischa Hammann. Mehr dazu auf unserer Team-Seite. Keine Anlageberatung.

