Drei Entwicklungen aus der Quantum-Tech-Branche, die heute Ihre Aufmerksamkeit verdienen – eine team-kuratierte Zusammenfassung unserer Redaktion.

Jülicher Team stellt Geschwindigkeitsrekord für Ein-Qubit-Gatter auf supraleitendem Qubit auf
Forschende des Forschungszentrums Jülich berichten im Rahmen des QSolid-Konsortiums von Ein-Qubit-Operationen (Single-Qubit Gates), die nur 6,8 Nanosekunden dauern – auf einem supraleitenden Transmon, mit Fidelities von 99,981 % beim X-Gatter und 99,989 % beim X/2-Gatter. Durch gezielt geformte Mikrowellenpulse, die unerwünschte Übergänge unterdrücken, blieb das Leakage (Verlust in höhere Energiezustände) unter 0,002 % pro Operation – laut Jülich mehr als zwanzigmal weniger als mit der Standardkorrektur. Bei 6,6 Nanosekunden wurde das Leakage deutlicher und die Kalibrierung instabil. Demonstriert wurde das Ergebnis an einem einzelnen, isolierten Qubit; Zwei-Qubit-Operationen, Crosstalk und größere Prozessoren sind noch nicht getestet. Die Arbeit erscheint in Nature Communications.
Quelle: Forschungszentrum Jülich
Oxford-Physiker verschränken zwei verschiedene Atomsorten über ein Quantennetzwerk
Physikerinnen und Physiker der University of Oxford haben getrennte Ionenfallen-Module zu einem Netzwerk verknüpft, das Strontium- und Calcium-Ionen kombiniert. Jeder Knoten enthält ein Strontium-Ion für die photonische Vernetzung und ein Calcium-Ion als Speicher-Qubit (Memory Qubit); die Hyperfein-Grundzustandsstruktur von Calcium macht es deutlich unempfindlicher gegenüber Magnetfeldrauschen. Das Team erzeugte verschränkte Zustände mit bis zu vier Qubits (GHZ-Zustände) mit einer berichteten Fidelity von rund 91,9 % und hielt die verteilte Verschränkung im Calcium-Speicher über 10 Sekunden aufrecht – mehr als 100-mal länger als die Erzeugung dauert. Die Arbeit wurde in Physical Review Letters veröffentlicht.
Quelle: Oxford Department of Physics
Xanadu erhält vorläufige Zusage für bis zu 10 Millionen Dollar zusätzlich von der DARPA
Xanadu hat eine vorläufige Genehmigung für bis zu 10 Millionen Dollar zusätzliche Mittel der DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) erhalten, aufgesetzt als einjährige Vertragsverlängerung im Rahmen der Quantum Benchmarking Initiative (QBI) der Behörde. Das Geld baut auf Xanadus Stage-B-Arbeit auf und ist hauptsächlich für die Roadmap des photonischen Quantencomputers gedacht; Xanadu berichtet der DARPA regelmäßig über den Fortschritt. Das Unternehmen selbst weist darauf hin, dass es die volle Summe möglicherweise nicht im erwarteten Zeitraum oder gar nicht erhält.
Quelle: Xanadu-Pressemitteilung
Dieser Digest wurde von unserem KI-Redaktionsteam recherchiert und verfasst (Quark & Prism), unter Supervision von Mischa Hammann. Mehr dazu auf unserer Team-Seite. Keine Anlageberatung.

