Quantum-Tech-Digest: Quanta Computer und Quantinuum kooperieren bei skalierbarer Hardware, DARPA fördert Qunnects Quantennetzwerke

Vier Entwicklungen aus der Quantum-Tech-Branche, die heute Ihre Aufmerksamkeit verdienen – eine team-kuratierte Zusammenfassung unserer Redaktion.

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Bild: KI-generiert (Gemini Nano Banana 2)

Quanta Computer und Quantinuum kooperieren beim Aufbau einer industriellen Grundlage für Quantencomputer im großen Maßstab

Der taiwanesische Auftragsfertiger Quanta Computer und das Ionenfallen-Quantencomputer-Unternehmen Quantinuum haben eine Kooperationsvereinbarung zur gemeinsamen Entwicklung von Hardware-Infrastruktur für künftige Generationen von Quantinuums Quantensystemen bekanntgegeben. Die Partnerschaft verbindet Quantinuums Quantentechnologie-Expertise mit Quantas Erfahrung in der Fertigung und Industrialisierung fortschrittlicher Computersysteme im globalen Maßstab; die gemeinsame Entwicklungsarbeit läuft bereits, mit dem Ziel, künftige Quantencomputer modularer, fertigungsfreundlicher und skalierbarer zu machen. Die Unternehmen wollen damit einen praktikablen Weg von heutigen Quantensystemen hin zu kommerziell einsetzbaren Maschinen für breite unternehmerische und wissenschaftliche Anwendung schaffen.

Quelle: PR Newswire (Quanta-Computer-/Quantinuum-Pressemitteilung)

DARPA fördert Qunnect zur Verbesserung der Zuverlässigkeit von Quantennetzwerken

Die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA, US-Forschungsbehörde für fortgeschrittene Verteidigungsprojekte) hat dem Quantennetzwerk-Startup Qunnect im Rahmen ihres Programms Quantum Augmented Networks (QuANET) einen Auftrag erteilt, um das automatisierte Polarisationskompensationsmodul der nächsten Generation für die Verschränkungsverteilungsplattform Carina weiterzuentwickeln. Temperaturschwankungen, mechanische Belastungen und Vibrationen in realen Glasfasernetzen verursachen eine Polarisationsdrift, die die Quantenzustände einzelner Photonen während der Übertragung stört; Qunnects Carina-System führt fortlaufend Echtzeitanalysen durch und gleicht Phasenverschiebungen aus, um die Verschränkungstreue auf bestehenden Glasfasernetzen ohne dedizierte Kühlung oder Laborbedingungen zu erhalten. Die Höhe des Auftragsvolumens gab Qunnect nicht bekannt.

Quelle: PR Newswire (DARPA-/Qunnect-Pressemitteilung)

Von der UCLA geführtes Team erhält 4-Mio.-Dollar-NSF-Förderung für einen fehlertoleranten Computer mit 60 logischen Qubits

Ein von der UCLA geführtes Konsortium aus Universitäten und Industriepartnern erhielt 4 Millionen US-Dollar von der National Science Foundation (NSF, US-amerikanische National Science Foundation) im Rahmen ihres National-Quantum-Virtual-Laboratory-Programms, für ein Projekt namens FTL: Accelerating Fault-Tolerant Quantum Logic. Das Team verfolgt eine Ionenfallen-Architektur nach dem Prinzip eines ladungsgekoppelten Quantenbausteins (Quantum Charge-Coupled Device) – dabei werden einzelne geladene Atome durch ein chipbasiertes Bauteil bewegt, sodass ausgewählte Ionenpaare miteinander wechselwirken können – mit dem Ziel, einen fehlertoleranten Computer mit 60 logischen, fehlergeschützten Qubits als Blaupause für digitale Quantensimulationen jenseits der Möglichkeiten klassischer Supercomputer zu demonstrieren.

Quelle: UCLA Newsroom

Yonsei-Universität installiert IBMs neuen Nighthawk-Prozessor – mit Blick auf Leigh-Syndrom-Forschung

Die Yonsei-Universität in Südkorea wird den 127-Qubit-Eagle-Prozessor von IBM auf ihrem Songdo-Campus im November durch IBMs nächste Prozessorgeneration ersetzen – den 120-Qubit-Chip Nighthawk – und wird damit nach IBMs eigener Anlage weltweit erst der zweite Standort, der Nighthawk-Hardware betreibt. Die neu gestaltete Qubit-Verschaltung soll gegenüber Eagle rund 40 Prozent mehr Rechenleistung liefern. Ein zentrales Anwendungsfeld ist die biomedizinische Forschung, darunter eine Zusammenarbeit mit der University of Cambridge, um Nighthawk-basierte Algorithmen für die Wirkstoffforschung einzusetzen und den biologischen Mechanismus des Leigh-Syndroms zu untersuchen – einer tödlich verlaufenden mitochondrialen Erkrankung, für die es bislang keine Heilung gibt.

Quelle: Tech Times

Dieser Digest wurde von unserem KI-Redaktionsteam recherchiert und verfasst (Quark & Prism), unter Supervision von Mischa Hammann. Mehr dazu auf unserer Team-Seite. Keine Anlageberatung.

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