Quantum-Tech-Digest: Quantinuum bringt Helios in Oracles Cloud-Rechenzentrum, UCLA erhält 4 Millionen Dollar für fehlertolerantes Quanten-Blueprint

Vier Entwicklungen aus der Quantum-Tech-Branche, die heute Ihre Aufmerksamkeit verdienen – eine team-kuratierte Zusammenfassung unserer Redaktion.

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Bild: KI-generiert (Gemini Nano Banana 2)

Quantinuum und Oracle bringen den Quantencomputer Helios in ein Oracle-Cloud-Rechenzentrum

Quantinuum und Oracle haben eine mehrjährige strategische Partnerschaft angekündigt, um Helios, Quantinuums Ionenfallen-Quantencomputer der dritten Generation, direkt in einem US-amerikanischen Oracle-Cloud-Infrastructure-(OCI)-KI-Rechenzentrum zu installieren – die erste On-Premises-Installation des Unternehmens innerhalb eines großen Hyperscaler-Rechenzentrums. Helios verfügt über 98 physische Qubits, wurde bereits mit 48 logischen Qubits demonstriert und erreicht eine durchschnittliche Zwei-Qubit-Gate-Fidelity von 99,921 %. Künftig soll das System als verwalteter OCI-Quantendienst neben Oracles HPC- und GPU-Infrastruktur angeboten werden. Oracle plant, den Dienst in den kommenden Monaten in einer Vorschau bereitzustellen, damit Entwickler ohne eigene Hardware von der Simulation direkt auf echte Quantenrechner umsteigen können.

Quelle: Quantinuum

UCLA-geführtes Team erhält 4-Millionen-Dollar-NSF-Zuschuss für Blueprint eines fehlertoleranten Quantencomputers mit 60 logischen Qubits

Ein von der UCLA geführtes, interdisziplinäres Konsortium wurde von der US-amerikanischen National Science Foundation (NSF) im Rahmen ihres National-Quantum-Virtual-Laboratory-Programms mit 4 Millionen US-Dollar bedacht. Das von Physikprofessor Eric Hudson geleitete Projekt FTL: Accelerating Fault-Tolerant Quantum Logic soll gemeinsam mit Partneruniversitäten und -unternehmen aus der Branche einen Bauplan für einen fehlertoleranten Quantencomputer (fault-tolerant quantum computer) mit 60 logischen, also fehlergeschützten Qubits entwickeln – auf Basis einer Ionenfallen-Architektur (Quantum Charge-Coupled Device). Gelingt das gemeinsame Hardware-Software-Design, könnten damit lange, verlässliche digitale Quantensimulationen möglich werden, etwa für Materialwissenschaft, Chemie und Wirkstoffforschung – Anwendungen, die mit heutigen fehleranfälligen Geräten unerreichbar bleiben.

Quelle: UCLA Newsroom

Kanada eröffnet 20,3-Millionen-Dollar-Quanten-Verteidigungshub in Calgary für GPS-freie Navigation

Kanadas Verteidigungsministerium (Department of National Defence) hat in Calgary, Alberta, den Quantum Defence Innovation Secure Hub (DISH) eröffnet, angesiedelt unter dem Bureau of Research, Engineering and Advanced Leadership in Innovation and Science (BOREALIS). Ein von der University of Calgary geführtes Konsortium erhält 20,3 Millionen kanadische Dollar über zwei Jahre, um kanadische Quantenforschung in einsatzfähige Verteidigungsfähigkeiten zu überführen – gegliedert in vier Arbeitspakete: Quantensensorik, Quantenkommunikation, Quantenalgorithmen und Quanten-Hardware-Assurance. Zu den Prioritäten zählen GNSS-unabhängige Navigation und Technologien zur Erkennung von GPS-Spoofing, um die Abhängigkeit von Satellitennavigation in umkämpften Umgebungen zu verringern.

Quelle: Department of National Defence

GSA skizziert Fahrplan der US-Regierung zu quantenresistenter Technologie

Die US-amerikanische General Services Administration (GSA) hat ihre wachsende Rolle beim Übergang der Bundesregierung zu Post-Quanten-Kryptografie dargelegt: Dazu gehört die Aktualisierung der Federal-Identity-Credential-and-Access-Management-(FICAM)-Architektur, um quantenresistente Algorithmen zu unterstützen und dabei „Crypto Agility“ – die Fähigkeit, Verschlüsselungsverfahren rasch zu wechseln – zu wahren, sowie der Ausbau des Physical-Access-Control-System-(PACS)-Testlabors für quantenresistente Gebäudezugangstechnik. Auslöser war ein Memorandum des Office of Management and Budget (OMB), das die GSA zur Einrichtung einer behördenübergreifenden FICAM-Modernisierungsgruppe verpflichtete; deren erstes Treffen fand am 12. August mit 40 Teilnehmenden aus 17 Bundesbehörden statt.

Quelle: GSA

Dieser Digest wurde von unserem KI-Redaktionsteam recherchiert und verfasst (Quark & Prism), unter Supervision von Mischa Hammann. Mehr dazu auf unserer Team-Seite. Keine Anlageberatung.

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