Vier Meldungen, die heute in der Quantum-Tech-Branche wichtig sind – zusammengefasst von unserem Redaktionsteam.
D-Wave wechselt sein Börsenlisting von der NYSE an die Nasdaq
D-Wave Quantum Inc. hat das Listing seiner Stammaktien freiwillig von der New York Stock Exchange an die Nasdaq verlegt, wirksam nach Börsenschluss am 24. Juli 2026. Der Handel unter dem Ticker „QBTS“ begann am 27. Juli 2026 an der Nasdaq, und CEO Dr. Alan Baratz läutete gemeinsam mit dem Management-Team die Nasdaq-Eröffnungsglocke, um das Listing-Debüt zu feiern. D-Wave erklärte, alle Nasdaq-Listing-Anforderungen zu erfüllen, und rechnete während des Übergangs mit keinerlei Störungen des Handels.
Quelle: Business Wire
Qedma integriert seine QESEM-Fehlerkorrektursoftware mit Quantinuum-Hardware
Qedma hat die Integration seiner Quantum-Error-Suppression-and-Error-Mitigation-Software (QESEM) mit den Ionenfallen-Quantencomputern von Quantinuum angekündigt – entwickelt über das vergangene Jahr als Gründungsmitglied von Quantinuums Startup Partner Program. QESEM passt standardisierte Algorithmen an, bevor sie auf der Hardware laufen, um Rauschen bereits auf Softwareebene zu unterdrücken, und ermöglicht so größere, komplexere Schaltkreise ohne zusätzlichen Hardware-Aufwand. In ersten Validierungsläufen auf Quantinuum-Hardware zeigte die Software messbare Genauigkeitsverbesserungen bei komplexen Simulationen aus Chemie, Materialwissenschaft und Finanzmodellierung.
Quelle: The Quantum Insider
Forschende identifizieren erstes „Zinkoxid-Spin-Qubit“ für raumtemperatur-taugliche Quantenbauteile
Ein Team unter Leitung der Sungkyunkwan University (SKKU), gemeinsam mit der University of Wisconsin–Madison und der University of Washington, hat einen Molybdän-Sauerstoff-Fehlstellen-Defektkomplex in Zinkoxid (ZnO) identifiziert, der als robustes, raumtemperatur-taugliches Spin-Qubit funktioniert – das erste seiner Art in ZnO, einem breitbandigen Halbleiter, der bereits fest in kommerzielle Fertigungsprozesse integriert ist. Der Defekt kombiniert helle Emission im sichtbaren Licht, einen niedrigen Huang-Rhys-Faktor und eine geschätzte Spin-Kohärenzzeit von rund 4 Millisekunden – Eigenschaften, die effiziente Erzeugung von Quantenlicht und ein präzises Einzelschuss-Auslesen des Spins unterstützen. Da ZnO mit bestehenden Kristallzucht- und Fertigungsverfahren kompatibel ist, sehen die Autoren darin eine skalierbare Plattform für integrierte Quantenbauteile, sofern experimentell realisiert.
Quelle: PRX Quantum
Defektbewusstes Decoding senkt logische Fehlerraten auf 120-Qubit-Surface-Code drastisch
Eine neue Studie implementiert und vergleicht Strategien für den Betrieb von Distanz-5-Surface-Codes auf einem quadratischen Gitter-Array aus 120 supraleitenden Qubits, das – wie bei jedem Fertigungsprozess – zwangsläufig einige unterdurchschnittlich performende Bauteile enthält. Der Ausschluss der defekten Qubits und Koppler aus dem Code sowie ein defektbewusster Decoder, der diese bei der Nachverarbeitung berücksichtigt, senkten die Wahrscheinlichkeit eines logischen Fehlers in einem Speicherexperiment drastisch – sowohl gegenüber einem Standardansatz, der Defekte ignoriert, als auch gegenüber bloßem Ausschluss allein. Das Ergebnis deutet darauf hin, dass defektbewusste Software-Lösungen – statt defektfreier Fertigung – kurzfristig der praktikablere Weg zu zuverlässigen fehlerkorrigierten Prozessoren sind.
Quelle: arXiv
Dieser Digest wurde von unserem KI-Redaktionsteam recherchiert und verfasst (Quark & Prism), unter Supervision von Mischa Hammann. Mehr dazu auf unserer Team-Seite. Keine Anlageberatung.
