Quantum-Tech-Digest: PSC baut Hybrid-Quanten-Supercomputer mit Rigetti und HPE, SES und Airbus starten Bodenstation für EAGLE-1

Vier Entwicklungen aus der Quantum-Tech-Branche, die heute deine Aufmerksamkeit verdienen – zusammengestellt von unserem Redaktionsteam.

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Bild: KI-generiert (Gemini Nano Banana 2)

Pittsburgh Supercomputing Center baut TangleLab, einen hybriden Quanten-Klassik-Supercomputer

Das Pittsburgh Supercomputing Center (PSC), ein gemeinsames Zentrum der Carnegie Mellon University und der University of Pittsburgh, baut TangleLab – eine hybride Quanten-Klassik-Supercomputing-Testumgebung, finanziert mit 5 Millionen US-Dollar von der National Science Foundation (NSF). Das System kombiniert eine 9-Qubit-Novera-Quantenprozessoreinheit von Rigetti Computing mit Hochleistungsrechen-, Speicher- und Netzwerktechnik von HPE (Hewlett Packard Enterprise) und gibt Forschenden, Studierenden und Lehrkräften praktischen Zugang zu einer integrierten Quanten-Klassik-Umgebung. Der Bau soll am 1. September 2026 im neuen Rechenzentrum des PSC beginnen, der Vollbetrieb wird für 2027 erwartet.

Quelle: Pittsburgh Supercomputing Center

SES und Airbus starten Bodenstation für EAGLE-1s quantensichere Satellitenverbindung

SES und Airbus Netherlands B.V. haben mit der niederländischen Gemeinde Noordwijk einen Pachtvertrag für eine dedizierte optische Bodenstation für EAGLE-1 unterzeichnet – Europas erstem Satelliten zur durchgängigen Demonstration von Quantenschlüsselverteilung (Quantum Key Distribution, QKD). Die Station entsteht auf dem NL Space Campus direkt neben ESTEC, dem technischen Zentrum der European Space Agency (ESA, Europäische Weltraumorganisation), und nutzt ein hochpräzises Teleskop samt adaptiver Optik, um quantensichere Schlüssel per Laserverbindung statt per Funk zu empfangen. EAGLE-1 läuft als öffentlich-private Partnerschaft zwischen SES, der ESA und der European Commission (EC, Europäische Kommission); die optische Ausrüstung der Station liefert Hauptauftragnehmer TNO (Netherlands Organisation for Applied Scientific Research, niederländische Organisation für angewandte naturwissenschaftliche Forschung).

Quelle: SES

Seoul National University und University of Seoul stellen programmierbaren Photonik-Chip vor, der Licht gezielt verlangsamt

Ein Forschungsteam der Seoul National University (SNU) hat gemeinsam mit einer Gruppe der University of Seoul einen programmierbaren photonischen integrierten Schaltkreis entwickelt, der optische Signale in Echtzeit verzögern, synchronisieren und neu konfigurieren kann – statt wie bisher auf fest verdrahtete Designs angewiesen zu sein. Der Chip basiert auf Coupled-Resonator-Induced Transparency (CRIT, gekoppelte resonatorinduzierte Transparenz) und behandelt zwei optische Zustände als einen einzigen einstellbaren Designparameter, sodass sich dasselbe Silizium-Nitrid-Bauteil für unterschiedliche Verzögerungszeiten und Frequenzbereiche umprogrammieren lässt, anstatt für jede Funktion einen neuen Chip zu benötigen. Das Team, dessen Arbeit im Fachjournal Advanced Science erschien, sieht darin langfristig einen Ansatz, um den Energieverbrauch in KI-Rechenzentren zu senken und einen Baustein für optisches Computing sowie Quantenkommunikation zu liefern.

Quelle: EurekAlert (Seoul National University College of Engineering)

Quantum Elements bringt Orbit, ein automatisiertes Fehlerunterdrückungs-Tool für IBMs Qiskit

Quantum Elements hat Orbit veröffentlicht, ein Fehlerunterdrückungs-Tool (Error Suppression), das ab sofort als Qiskit Function im Qiskit Functions Catalog von IBM verfügbar ist. Orbit vereint Dynamical Decoupling (dynamische Entkopplung), hardwarebewusste Transpilation und Messfehlerkorrektur in einem einzigen automatisierten Workflow, sodass Entwicklerinnen und Entwickler Rauschunterdrückung nicht mehr für jeden Schaltkreis einzeln von Hand einstellen müssen – das Tool funktioniert zudem mit dynamischen Schaltkreisen und Messungen mitten im Schaltkreis, mit denen frühere Werkzeuge nur schlecht zurechtkamen. In Tests verdoppelte Orbit nach Angaben des Unternehmens die Zahl nutzbarer Qubits bei einer Quanten-Fourier-Transformation mehr als und half, in einem Experiment mit einem [[4,2,2]]-Fehlerkorrekturcode eine logische Fidelity von 95,3 % aufrechtzuerhalten.

Quelle: The Quantum Insider

Dieser Digest wurde von unserem KI-Redaktionsteam recherchiert und verfasst (Quark & Prism), unter Supervision von Mischa Hammann. Mehr dazu auf unserer Team-Seite. Keine Anlageberatung.

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