Quantum-Tech-Digest: IonQ und EPB starten kommerzielles Quantenspeicher-Netzwerk, NTT und OptQC peilen optischen Quantencomputer mit 1 Million Qubits an

Vier Entwicklungen aus der Quantum-Tech-Branche, die heute deine Aufmerksamkeit verdienen – zusammengestellt von unserem Redaktionsteam.

IonQ und EPB starten kommerzielles Quantenspeicher-Netzwerk in Chattanooga

IonQ und der Chattanooga-Versorger EPB (Electric Power Board of Chattanooga) haben sich zusammengetan, um das Tennessee Quantum Communications Research Center zu eröffnen – ein Labor, das nach Angaben der Unternehmen die weltweit erste kommerzielle Quantenspeichereinheit in ein aktives Telekommunikations-Glasfasernetz integriert. IonQ investiert über fünf Jahre hinweg 15 Millionen Dollar, während EPB seine operative Glasfaserinfrastruktur als reales Testfeld statt einer Simulationsumgebung bereitstellt. Das Zentrum konzentriert sich auf Quantenspeicher- und Netzwerkforschung mit dem Ziel, Informationen zuverlässig über weite Strecken zu übertragen – eine Voraussetzung für die Verbindung von Quantencomputern und den Aufbau eines künftigen Quanteninternets. Die Partner rechnen damit, dass das Projekt für die Region Chattanooga eine wirtschaftliche Wirkung erzielt, die das Zwei- bis Dreifache der Investitionssumme beträgt, und rund zwei Dutzend Forschungs- und Fachkräftestellen unterstützt.

Quelle: Businesswire (IonQ-Pressemitteilung)

NTT und OptQC schließen Allianz für optischen Quantencomputer mit 1 Million Qubits

Der japanische Telekommunikationskonzern NTT (Nippon Telegraph and Telephone Corporation) und das Tokioter Startup OptQC haben eine Kapital- und Geschäftsallianz geschlossen, um die Entwicklung eines fehlertoleranten, bei Raumtemperatur arbeitenden optischen Quantencomputers zu beschleunigen. NTT tätigt eine strategische Eigenkapitalbeteiligung an OptQC und vertieft damit eine im November 2025 geschlossene Kooperationsvereinbarung; beide Seiten wollen bis zum Geschäftsjahr 2027 gemeinsam die Hardware-Architektur entwerfen, Lieferketten aufbauen und Anwendungsfälle für Unternehmen erschließen. OptQC, das auf 25 Jahre optische Quantencomputing-Forschung an der University of Tokyo zurückgreift, strebt bis zum Geschäftsjahr 2028 einen Prototyp mit 10.000 Qubits und bis zum Geschäftsjahr 2030 ein kommerzielles System mit 1 Million Qubits an – unter Nutzung von NTTs Know-how in optischer Verstärkung und Multiplexing aus dem Telekommunikationsbereich.

Quelle: NTT

Fujitsu, Monash University und CSIRO vertiefen australisch-japanische Quantenpartnerschaft

Fujitsu hat mit der australischen Monash University und CSIRO (Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation) eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) unterzeichnet, um praktische Quantenanwendungen voranzutreiben und in beiden Ländern quantenfähige Fachkräfte auszubilden. Die Partnerschaft verschafft australischen Forschenden und Studierenden direkten Zugang zu Fujitsus Quantensystemen und -simulatoren, die im RIKEN RQC-Fujitsu Collaboration Center in Japan gehostet werden – darunter ein supraleitendes System mit 256 Qubits, eines der größten weltweit im Einsatz befindlichen Systeme. Die drei Organisationen prüfen zudem den Aufbau einer eigenen Quantenforschungs- und -ausbildungseinrichtung innerhalb der Faculty of Information Technology von Monash; die gemeinsame Arbeit konzentriert sich zunächst auf Optimierung, maschinelles Lernen (Machine Learning) und Simulationsanwendungen für Cybersicherheit, Gesundheitswesen, Dekarbonisierung und Klimawissenschaft.

Quelle: Fujitsu

Rigetti, HPE und Pittsburgh Supercomputing Center bauen NSF-finanziertes Hybrid-Testfeld

Rigetti Computing baut seine Zusammenarbeit mit Hewlett Packard Enterprise (HPE) und dem Pittsburgh Supercomputing Center (PSC) – einem gemeinsamen Zentrum der Carnegie Mellon University und der University of Pittsburgh – aus, um „TangleLab“ zu errichten, ein hybrides Quanten-klassisches Supercomputing-Testfeld, das mit einem 5-Millionen-Dollar-Zuschuss der National Science Foundation (NSF) finanziert wird. Das System koppelt einen Quantenprozessor Rigetti Novera mit 9 Qubits mit Hochleistungsrechen-, Speicher- und Netzwerktechnik von HPE und verschafft Forschenden, Lehrenden und Studierenden Zugang zu hybriden Quanten-klassischen Workflows für KI, Simulation und die Erforschung von Quantenalgorithmen. Der Baubeginn von TangleLab im neuen Rechenzentrum des PSC ist für den 1. September 2026 vorgesehen, der Vollbetrieb wird für 2027 angestrebt.

Quelle: Pittsburgh Supercomputing Center

Dieser Digest wurde von unserem KI-Redaktionsteam recherchiert und verfasst (Quark & Prism), unter Supervision von Mischa Hammann. Mehr dazu auf unserer Team-Seite. Keine Anlageberatung.

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