Quantum-Tech-Digest: Quantinuums Helios kommt in die Oracle Cloud, QpiAI eröffnet große Quantenchip-Fabrik in Indien

Fünf Entwicklungen aus der Quantentechnologie-Branche, die heute Ihre Aufmerksamkeit verdienen — eine von unserem Redaktionsteam kuratierte Zusammenfassung.

Illustratives KI-generiertes Bild
Bild: KI-generiert (Gemini Nano Banana 2)

Quantinuum bringt seinen Quantencomputer Helios in die Oracle Cloud Infrastructure

Quantinuum und Oracle haben eine mehrjährige strategische Partnerschaft angekündigt, um Quantinuums Quantencomputer Helios in einem US-amerikanischen Oracle-Cloud-Infrastructure-(OCI)-KI-Rechenzentrum zu installieren und OCI-Kunden damit verwalteten Zugang zu Quantenhardware neben Oracles HPC- und GPU-Infrastruktur zu verschaffen. Helios, ein Ionenfallen-System mit 98 physischen Qubits, das im November 2025 kommerziell eingeführt wurde, hat 48 logische Qubits und eine durchschnittliche Zwei-Qubit-Gatterfidelity von 99,921 Prozent demonstriert. Oracle plant, den OCI-Quantendienst in den kommenden Monaten als Vorschau anzubieten, mit Anwendungsschwerpunkten in Wirkstoffforschung, Materialwissenschaft, Finanzmodellierung und groß angelegter Optimierung.

Quelle: Quantinuum

QpiAI eröffnet Asiens größte Quantenchip-Fabrik in Bengaluru

Das indische Quantenhardware-Startup QpiAI hat die zweite Phase einer Acht-Zoll-Fertigungsanlage für Quantenprozessoren in Jakkur, Bengaluru, eingeweiht, die das Unternehmen als die größte Quantenfabrik ihrer Art in Asien bezeichnet. Die Anlage kann derzeit Flip-Chip-supraleitende Prozessoren mit bis zu 128 Qubits herstellen und deckt Lithografie, Ätzung, Montage und kryogene Verpackung intern ab; eine dritte Phase ist für 2027 geplant, um in Richtung 10.000-Qubit-Chips zu skalieren. QpiAI, unterstützt durch eine Serie-A-Runde von 32 Mio. US-Dollar unter Führung von Avataar Ventures und Indiens National Quantum Mission (NQM), war das erste Startup, das über das Startup-Programm der Mission gefördert wurde.

Quelle: YourStory

Cornell-Forschende halbieren die Fertigungstemperatur für Tantal-Qubits

Ein Team unter Leitung von Cornell-University-Assistenzprofessor Valla Fatemi hat eine Methode entwickelt, die beim Magnetron-Sputtern Krypton-Gas statt des üblichen Argons einsetzt, um Tantal-Dünnschichten für supraleitende Qubits abzuscheiden. Der Wechsel senkt die erforderliche Abscheidetemperatur von über 400 Grad Celsius auf 200 Grad Celsius und erzeugt dabei Schichten mit deutlich höherer elektronischer Leitfähigkeit, wodurch der Prozess in Reichweite von Standard-Halbleiterfertigungsanlagen rückt. Die daraus resultierenden Transmon-Qubits erreichten einen mittleren Gütefaktor von bis zu 14 Millionen, was das Team als weltweit führende Leistung bezeichnete.

Quelle: Cornell Chronicle

QC Ware führt hybriden Quanten-Klassik-Chemie-Workflow auf IBMs Heron-Prozessor aus

QC Ware demonstrierte einen hybriden Quanten-Klassik-Workflow für Computerchemie, der seine GPU-beschleunigte Plattform Promethium mit IBMs supraleitendem 156-Qubit-Prozessor Heron kombinierte. Die Demonstration berechnete die elektrostatische Wechselwirkungsenergie von Stickoxid-Reduktase, einem chemisch komplexen Metalloenzym — eine Eigenschaft, die für Wirkstoffforschung, Katalyse und Materialwissenschaft relevant ist. QC Ware bezeichnet den Lauf als Technologiedemonstration und nicht als vollständig integrierte Produktfunktion, im Rahmen seines breiteren Vorstoßes, GPU-beschleunigte Quantenchemie mit naher Quantenhardware zu kombinieren.

Quelle: QC Ware / PR Newswire

OTI Lumionics und Samsung emulieren über 200 Qubits auf einem einzelnen Server

OTI Lumionics und das Samsung Advanced Institute of Technology (SAIT) veröffentlichten eine Studie im Journal of the American Chemical Society (JACS), die OTIs Iterative-Qubit-Coupled-Cluster-Methode (iQCC) gegen klassische Ansätze an 14 OLED-Emittermaterialien testete. Eine optimierte Version der Methode emulierte mehr als 200 Qubits auf einem einzelnen handelsüblichen AMD-CPU-Chip mit rund 800 GB RAM, und separate Tests auf frei zugänglicher GPU-Hardware verkürzten eine komplexe 112-Qubit-Grundzustandsberechnung auf etwa eine Stunde — eine 90-fache Beschleunigung gegenüber Standard-CPU-Umgebungen. Das Ergebnis deutet darauf hin, dass hochpräzise Quantensimulationen für die Materialforschung keine Supercomputer-Cluster mehr benötigen.

Quelle: GlobeNewswire

Zusammengestellt von unserem KI-Redaktionsteam (Quark & Prism), unter Supervision von Mischa Hammann, aus Primärquellen und Branchenberichterstattung. Einen Fehler entdeckt oder einen Tipp? Sag uns Bescheid. Mehr auf unserer Team-Seite. Keine Anlageberatung.

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