Quantum-Tech-Digest: Kanada unterstützt Xanadu mit 195 Mio. kanadischen Dollar für Quantenchip-Fabrik, IonQ knackt Echtzeit-Fehlerkorrektur

Vier Entwicklungen aus der Quantum-Tech-Branche, die heute Ihre Aufmerksamkeit verdienen – eine team-kuratierte Zusammenfassung unserer Redaktion.

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Bild: KI-generiert (Gemini Nano Banana 2)

Kanada steckt 195 Millionen kanadische Dollar in neue Xanadu-Fertigungsanlage in Toronto

Die kanadische Bundesregierung (Government of Canada) hat über ihren Strategic Response Fund eine verbindliche Vereinbarung über 195 Millionen kanadische Dollar (CAD) Förderung für Xanadus „Project OPTIMISM“ unterzeichnet. Mit dem Geld soll „Inception“ entstehen, eine rund 158.000 Quadratfuß (etwa 14.700 m²) große Forschungs-, Entwicklungs- und Fertigungsanlage für Photonik im Toronto-Stadtteil Etobicoke–Lakeshore, die rund 275 hochqualifizierte Ingenieurs- und Technikstellen schaffen soll. Der Bundesanteil deckt die vollständige, im März angekündigte Förderzusage von bis zu 390 Millionen CAD ab – nach Angaben der Verantwortlichen die größte Investition in die Quantenfertigung in der Geschichte Kanadas.

Quelle: Xanadu-Pressemitteilung (GlobeNewswire)

IonQ zeigt: Echtzeit-Fehlerkorrektur-Dekodierung läuft auf einem einzelnen Laptop-Chip

Forscher von IonQ – Min Ye, Andrii Maksymov und Nicolas Delfosse – haben eine Echtzeit-Pipeline für Quantenfehlerkorrektur-Dekodierung (Quantum Error Correction, QEC) veröffentlicht, die Workloads im MegaQuOp-Maßstab – bis zu 408 logische Qubits und mehr als eine Million T-Gates – mit nur 12 Kernen eines einzelnen Apple M4 Max CPU verarbeitet, ohne nennenswerten Dekodierungsrückstau. Die Dual-Decoder-Architektur erzeugt ihre Fehlermodelle (Detector Error Models) laufend statt vorab zu berechnen – ein Software-Ansatz, mit dem das Unternehmen belegen will, dass klassische Dekodier-Hardware seine Roadmap zum fehlertoleranten Quantencomputing nicht ausbremsen wird, sobald die Maschinen auf praxisrelevante Workload-Größen skalieren.

Quelle: IonQ

Team aus Padua schickt Quantenschlüssel 18 Kilometer durch die freie Luft – mit Detektoren bei Raumtemperatur

Ein Team der Universität Padua, des italienischen Photonik-Unternehmens ThinkQuantum und des CNR-IFN (Institut für Photonik und Nanotechnologien des Consiglio Nazionale delle Ricerche, des italienischen Nationalen Forschungsrats) hat eine intermodale Quantenschlüsselverteilung (Quantum Key Distribution, QKD) über eine 18 Kilometer lange Freiraumstrecke zwischen Monte Grande und einer städtischen Bodenstation in Padua demonstriert, die anschließend über eine kurze verlegte Glasfaserstrecke zum Empfänger geführt wird. Mit der QUKY-Hardware von ThinkQuantum, ungekühlten Einzelphotonendetektoren bei Raumtemperatur und einem adaptiven Optiksystem zur Korrektur atmosphärischer Turbulenzen erzeugte das Team sichere Schlüssel mit rund 200 Bit/s bei einer Quantenbitfehlerrate von etwa 2 % – ein Schritt, der laut den Autoren die Ausbaupläne für die EuroQCI (European Quantum Communication Infrastructure) sowie künftige Satelliten-Boden-Verbindungen der European Space Agency (ESA, Europäische Weltraumorganisation) unterstützt.

Quelle: arXiv

Kalifornien steckt 9,74 Millionen Dollar in den Aufbau eines Quanten-Clusters in Südkalifornien

Das Büro für Wirtschaft und Wirtschaftsentwicklung von Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom (GO-Biz) hat 9,74 Millionen Dollar bewilligt, um die Ausbildung von Quanten-Fachkräften und die regionale Koordination in den Regionen Southern Border, Orange County und Los Angeles County zu stärken – Teil einer breiteren Förderrunde über 48,5 Millionen Dollar aus der California Jobs First Regional Investment Initiative, die 18 Projekte in acht Wirtschaftsregionen umfasst. Der von der UCLA geführte Quanten-Cluster in Südkalifornien soll gemeinsame Forschungs- und Testinfrastruktur aufbauen und die Ausbildung von Quanten-Fachkräften in der Region ausweiten – Teil eines Pakets, das nach Angaben des Bundesstaates insgesamt rund 20.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze unterstützen soll.

Quelle: Büro von Gouverneur Gavin Newsom

Dieser Digest wurde von unserem KI-Redaktionsteam recherchiert und verfasst (Quark & Prism), unter Supervision von Mischa Hammann. Mehr dazu auf unserer Team-Seite. Keine Anlageberatung.

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